Ins Land der Hobbits, (nicht nur) des Visas wegen
Hallo liebe Blog Leser!
Um es mit den Worten meines Arbeitskollegen George nach einem der Diversen 10 + Stunden Tagen auszudruecken "I feel fucked now. Let's pack up and go!" ...das oder zumindest etwas aehnliches haben Sebastian und ich diese Woche gedacht, nachdem wir doch tatsaechlich unseren vorerst (fuer mich vermutlich, hoffentlich endgueltig) letzten Arbeitstag hatten.
Fuer alle die es vielleicht nicht wissen oder sogar wieder vergessen haben: arbeiten gehen ist das womit wir so ziemlich den Grossteil unserer Zeit in den fuer mich letzten 4 einhalb und fuer Sebastian letzten 2 Monaten verbracht haben. (Was vielleicht auch die wenigen Blogeintraege erklaert)
Aber darauf komme ich spaeter noch einmal zurueck.
Zuerst einmal, um die Nat- und nicht Ratlosigkeit hier im Blog trotz fehlender Beitraege zu gewaehrleisten nochmal ein kurzer Rueckblick auf die letzte Zeit:
Irgendwann einmal hab ich mit den Italienern Mateo,Silvia und Allesandro zusammengewohnt und gearbeitet, Sebastian ist angekommen und ein- Allesandro ausgezogen, Die Italiener sind weitergereist und wir haben uns eine Franzoesische Mitbewohnerin (Sandrine) mit dazu geholt, Wir hatten Schwierigkeiten fuer Sebastian Arbeit in Melbourne zu finden, Sandrine ist weitergereist und Sebastian hatte immer noch keine Arbeit, hat ein Jobangebot in Emerald (50 Km oestlich von Melbourne) bekommen und angenommen!
Nunja und da ich bei Rick und George etwas mehr verdient habe, und wir so die Moeglichkeit hatten die Wochenenden in Melbourne zu verbringen ist Sebastian nach Emerald ins Working Hostel gezogen und ich bin in Melbourne in unserem kleinen Appartment geblieben. Naja und abgesehen von ein paar interessanten Wochenenden (z.B. in Ballarat) und anderen die wir auch mal etwas kaputt auf der Couch verbracht haben haben wir die letzten Zeit eigentlich wirklich hauptsaechlich nur gearbeitet. Womit wir auch wieder beim Thema waren.
Fuer alle die es Interresiert, meine Arbeit bei Rick und George sah ungefaehr so aus :
Ein durchschnittlicher Arbeitstag hatte 9 bis 10 Stunden, und abgesehen von ein paar Tagen wo ich Tuerrahmen, Waende oder anderen Kram lackieren oder Streichen durfte war es wirklich kein Spaziergang durch den Park.
Es war manchmal eher wie ein langer, harter, anstrengender Spaziergang durchs Outback, bei gluehender Sonne, ohne Wasser und Schuhe durch Kakteen die einen Pieksen.. oder so :-)
Ich habe wohl insgesamt so ungefaehr 1-2 Tonnen Holz geschleppt, zurechtgesaegt und mit 3 verschiedenen Nagelpistolen zu diversen Konstruktionen zusammengeschossen, mit Hilfe einer uebergrossen Abrissaege mit Wassertank aufem ruecken und einem Pressluftmeissel Betonfundamente beseitigt, Dutzende Quadratmeter Holzboden verlegt und festgeschossen, mit nem Vorschlaghammer hunderte von Bolzen ins Fundament getrieben, alle denkbaren Baumaterialien bearbeitet, vermixt und geschleppt, hunderte Loecher gebohrt, auf Daechern haengend ueberkopf Zementplatten angemalt und abgesehen von diversen Schnittwunden eigentlich fast immer irgendwelche Schmerzen gehabt die dann Montag morgens wenn es wieder losging fast schon wieder weg waren ..
Letzter Arbeitstag-
Von links nach rechts:
Marco, Ricky (mein Boss) und George
Nunja aber jetzt isses vorbei und ich kann hoffentlich erstmal eine Weile ohne Arbeit weitermachen, Plus ich hab doch tatsaechlich die finanziellen Mittel und die Wahnwitzige Idee gehabt einen Bus zu kaufen!!!!! Yeah mit dem Bus durchs Outback das wird auf jedenfall grossartig!
Auch bei Backpackern geht der Trend zum Zweitwagen :-)
Den Camry werd ich aber wohl dann bald verkaufen..
Aber jetzt denkt ihr euch sicher: "Das ist ja alles schoen und gut, aber wie geht es ueberhaupt weiter, und was soll eigentlich die Ueberschrift bedeuten, und was hat eigentlich der Sebastian so gemacht?"
Nunja also 1. geht es morgen erstmal mit dem Flieger nach Neuseeland fuer 3 1/2 Wochen, weil mein Visum am Sontag ablauft (unglaublich das ich schon ein ganzes Jahr hier bin), Neuseeland ganz nett sein soll, und wir endlich mal nach den doch teilweise vielen recht stressigen Momenten der letzten Zeit ein bisschen Urlaub machen wollen, damit sich auch der Basti mal an den Lenz des wahren Backpackerdaseins gewoehnen kann. Nun das erklaert hoffentlich die Ueberschrift. Und was der Sebastian in diesem ominoesen "Emerald" so alles getrieben hat, das wird er euch selbst noch verraten sobald wir das naechste mal online sind, also freut euch auf den zweiten Teil! Ich melde mich dann vermutlich nach oder vielleicht sogar in Neuseeland nochmal mit ein paar Fotos von "da wo die Hobbits wohnen" und hoffe das es ab jetzt wieder regelmaessig eine Menge zu berichten bzw. regelmaessige Blogeintraege gibt!
Schoene Gruesse (noch aus Australien)
Marco
Ps :
(Liest das hier ueberhaupt noch irgendjemand? :-))
Eine unserer Wochenend-Aktivitaeten-ein Ausflug in den Ballarat in den Wildlife Park




1 Kommentar:
Ahhhhja, die Herrschaften Sir zu Strick und Herr zu Uchmann leben also noch! Sehr gut! Hervorragend sozusagen! Denn so hab ich a) endlich wieder RICHTIG Fernweh und b) hoffentlich wieder regelmäßig was interessantes zu lesen um mir den schnöden Promoalltag einigermaßenb erträglich zu machen.. sehr cooelr Beitrag übrigens! Wusste garnicht das es auch in Victoria Känguruhs gibt (höhöhö). Aber freut mich wirklich das es euch gut geht, das ihr jetzt wieder das Leben von der sonnigsten Seite erleben könnt, jetzt sogar einen Bus habt und noch eine ganze Menge erleben werdet! Daumen hoch, ich bin in Gedanken bei euch! Amen.
Cheers,der Auswanderer Daniel
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