Sonntag, 27. Januar 2008

G'day new life 2.0

Ein froehliches Hallo an alle Blog Leser die uns trotz unregelmaessiger updates treu geblieben sind.
Das letzte update ist mal wieder so lange her, dass es mir schwer faellt ueberhaupt zu rekonstruieren was wir so alles gemacht haben seid wir Sydney verlassen haben. In der Zwischenzeit ist mal wieder so viel passiert das ich das Gefuel habe man haette sich in der seid dem letzten Beitrag warscheinlich ohne Probleme einen Bart oder Wahlweise lange Haare wachsen lassen, in eine andere Stadt ziehen und ein neues leben anfangen koennen. Ersteres haben wir mal gelassen, dafuer sind wir aber von Sydney nach Melbourne gefahren und haben uns unterwegs einiges angeschaut. Ich versuche mal fuer euch, und auch als kleine Errinerungshilfe fuer mich den Status quo zu beschreiben...

...damals in Sydney, da lebten wir also mit Robyn, dieser netten Frau aus Neuseeland zusammen, in einem kleinen Appartment. Wir, das waren Daniel, Ich und Tatjana, die zwischenzeitlich dazu gekommen war, und der gute alte Bob.
Nein Halt, der gute alte Bob war nicht dabei,
ich kenne nichtmal einen guten alten Bob...


Die glueckliche kleine Familie kurz vor der Abreise

Naja jedenfalls feierten wir Sylvester in den Royal Botanical Gardens, mit Blick auf Harbour Bridge und Opera House. Ein Traum!! Da bei uns dudes langsam das Geld knapp wurde wollten wir gleich nach Sylvester anfangen in Sydney zu arbeiten. Gesagt, aber nicht getan, denn nach tagelanger Internetrecherche und zahlreichen Telefonaten die keine Fruechte trugen, hatten wir die Nase gestrichen voll und entschieden uns RichtungMelbourne weiterzufahren, wo wir sowieso etwas laenger bleiben wollten. Sachen gepackt, dem Auto Starthilfe geben lassen und zu viert zu unserem ersten Ziel, den Blue Mountains, der Aussicht wegen. Dort war es ungefahr 20 Grad kaelter als im ca 200 Km entfernten Sydney und wir waren in einem Skihuetten aehnlichen Hostel untergebracht. Wir nutzten die Zeit um schnell ein paar atemberaubende Ausblicke einzufangen und ein bisschen die walking tracks plattzulaufen.




3 Sisters werden diese Steine genannt.
Warum nicht brothers?





2 Tage spaeter fuhren wir dann weiter nach Canberra, um festzustellen das in der australischen Hauptstadt ungefaehr so viel los ist wie.. wie .. naja halt nix los ist. Um 5 Uhr werden da scheinbar laut Regierungsverordnung die Buergersteige hochgeklappt damit die Politiker ruhig schlafen koennen oder so. Jedenfalls hatten wir schnell keine Lust mehr auf diese Nasenbohrer und sind nach einem Abstecher zum Parlamentsgebaeude dann auch schnell weitergefahren, nach Lakes Entrance.

Anm. der Redaktion: Canberra hat in der Tat nichts von Hauptstadt, wenn es die Action angeht. Dafuer ist die ganze Stadt auf das Parlamentsgebauede ausgerichtet was sich auf einem sehr hohen, errichteten Huegel befindet. Majestaetisch so zusagen..


Hier wird Politik gemacht,
das koennen die Australier sogar ziemlich gut.





Lakes Entrance ist so ein Ort wo hauptsaechlich Australier Urlaub machen, und wir waren ausgerechnet zur Ferienzeit uns high Season dort, und haben ein vermoegen fuer ein Stueck Rasen zum Zelten bezahlt. So unheimlich gelohnt hat sich das nicht unbedingt, denn nebem einem Strand mit Gruenem Wasser der ein bisschen an die Nordsee im Spaetherbst errinerte gab es dort eigentlich kaum was zu sehen.

Anm. der Redaktion a.ka. Daniel: Es war wirklich schoen dort! Keine Palmenstraende, aber die Landschaft hatte sehr was von der coolen Ostseekueste zuhause,so! ;-) Ganz zu schweigen davon waren wir einen halben Tag da! So!






Tatjana hatte bis dahin ja noch keine Kaenguruhs gesehen, und da es im bekannten Wilson Promotory Nationalpark eine Menge davon gibt, sind wir vier unter anderem deswegen noch dort vorbei gefahren. Man muss dazu sagen das es in New South Wales und Victoria neben ungefaher einer Milliarde Fliegen pro Einwohner neben den Grossstaedten echt ein paar grossartige Ecken gibt, und dieser Nationalpark war echt mal wieder ein Schmankerl! Wir haben dort den besten Sonnenuntergang ever miterleben duerfen und mussten die ganze Zeit mit 20 Km/h durch die Gegend fahren weil es dort nur so wimmelt von Koalas Wombats Kaengaeruhs und anderen knuffigen Tierchen die man lieber nicht Tot fahren moechte. Das Menue wurde abgerundet durch einen Tag am Strand, gemuetlich im Nachhall, und der Vorfreude auf Melbourne die sich als begruendet herausstellte.



Fliegen koennen in grosser Zahl wirklich aetzend sein.
Davon gibt es in Vic und Nsw leider eine ganze Menge.






Wilson Promotory, schnell fahren: grosses No No













Melbourne ist laessiger als Sydney, weniger touristisch und weitlaufiger, noch dazu viel alternativer. Uns hat es jedenfalls auf Anhieb gut gefallen, und nachdem wir Caro bei ihrer Gastfamilie abgesetzt haben wo sie zur Zeit wohnt, haben wir uns erstmal ein paar Tage auf einem Campingplatz einquartiert, mal wieder Arbeit gesucht, sehr viel Stress gehabt, nichts gefunden und anschliessend, um mal wieder runterzukommen einen Trip nach Phillip Island gemacht wo kleine Pinguine leben. Aus irgendwelchen Gruenden hat die Evolution diesen Pinguinen auferlegt, den Tag im Wasser zu verbringen und sich bei Einbruch der Dunkelheit in kleinen Grueppchen am Strand zu treffen. Wenn die Grueppchen das Gefuehl haben gross genug zu sein rennen die wirklich sehr sehr kleinen Pinguine (die weltweit kleinste Art!) dann wie vom wilden Affen gebissen den Strand hoch um in ihre kleinen Hoehlen zurueckzukehren und ihre Kueken zu fuettern, die an Land gebliebenen Pinguine wiederzutreffen oder einfach mal ein bisschen zu relaxen. Das ganze Spektakel wird Nacht fuer Nacht von Tausendschaften begeisterter Touris verfolgt, die wie beim Footballspiel mit Snacks auf ner Tribuene sitzen und dieses Ereignis Konsumieren, weshalb Fotoapparate und Kameras den Pinguinen zuliebe verboten waren. Cool war es trotzdem, und garantiert eine nette Erfahrung.






Zurueck in Melbourne ging es dann getruebtem Gemuetes wieder auf schnoede Job- und auch Appartmentsuche, die dann letzendlich doch noch von Erfolg gekroent war. Wir wohnen jetzt alle 3 in St. Kilda, einem ziemlich coolen, sehr beliebten Bade-/Clubmekka nahe der City und arbeiten auf dem Bau. Ja genau, auf dem Bau :-) Daniel und ich reissen Waende ein, Badewannen raus, Tueren ab und machen anderen Kram fuer den man zuhause ueblicherweise spaetestens am naechsten Mittag entweder die Quittung oder schlechte Laune kriegt, wenn der Vollsuff in der eigenen Wohnung stattgefunden hat. Tatjana hingegen arbeitet in der Wandoberflaechenabteilung, mit spezialisierung auf entfernung und verwertung von Wandbedeckung verschiedener Art. 15 shiny Dollars kriegen wir dafuer pro Stunde bar auf die Kralle, und so kann man auch die Blasen und Gelenkschmerzen verknutsen die so ein 10 Stunden Tag mit sich bringt. Wir sind jedenfalls froh endlich irgendwo angekommen zu sein wo wir auch mal eine Weile bleiben und ein normales Leben fueren koennen, wenigstens fuer eine Weile. Gestern waren wir dann noch Zeuge des sehr patriotischen Australia Days, mit Militaer und Volksgruppen Parade, Kampfjets am Himmel und jeder Menge Bohei. Irgendwie war es toll dabei zu sein, denn so ein kleines bisschen dazugehoerig fuehlt man sich hier selbst als Backpacker.


Flinders Street Station


Brighton Beach mit seinen typischen, 15.000$ Beachhuts





Australia Day mit Parade an der Flinders Station





St. Kilda, hier wohnen wir zur Zeit


Fuer diese Baeckereien ist St. Kilda beruechtigt












Danke an Alle die sich die Muehe gemacht haben diesen langen Beitrag bis zum Ende zu lesen, und wir werden versuchen jetzt mal wieder oefter zu schreiben, auch wenn ich es nicht versprechen moechte. Gruesse an alle Blogleser und -leserinnen. Fuehlt euch von uns gedrueckt oder je nachdem auch maennlich auf den Ruecken geklopft. Cherioo aus Melbourne und im Zuge des Australia Days ein lautes
Aussie,Aussie,Aussie, Oi! Oi! Oi!

Marco

Freitag, 4. Januar 2008

Merry Christmas - Happy New Year - Wir leben noch! ;-)

Hey Hey,

erstmal euch allen ein FROHES NEUES,GESUNDES JAHR und FROHE WEIHNACHTEN (nachtraeglich....)

ganz schoen viel Zeit ist vergangen seit unserem letzten Beitrag und es ist auch eine ganze Menge passiert. Wir hatten leider kaum Zeit zwischen der langen Reise von Brisbane nach Sydney einen Beitrag zu verfassen,somit schreiben wir jetzt einen zusammenfassenden. Momentan sind wir allerdings noch in Sydney in unserem kleinen Appartement, wovon wir uns heute auf den Weg in die Blue Mountains machen. Wie ihr ja sicherlich alle schon mitbekommen habt, ist Tatjana kurz vor Silvester zu uns gestossen und zusammen mit Caro, die wir wiederrum auf Fraser Island kennengelernt haben, reisen wir vier jetzt weiter Richtung Melbourne, wo wir uns fuer ca. 2 Monate niederlassen wollen, bevor es fuer Marco und mich weiter nach Asien geht...aber dazu spaeter mehr..


Hier noch ein Bild aus Brisbane



Nach der aufregenden Arbeit in der Fleischfabrik und stundenlangem Kaenguruhhaeute stapeln (kein Witz!) ging es fuer einen Tagestrip nach Surfers Paradise und dem nahegelegenen Springbrook Nationalpark. Surfers ist ein ausgesprochen beliebter Urlaubsort an der Gold Coast, sehr schick, posh und es geht unglaublich die Post ab (Nachts koennte man meinen Hugh Hefner haette den kompletten Ort gemietet).





Der Springbrook Nationalpark war hingegen das genaue Gegenteil. 110m hohe Wasserfaelle, riesige, gruene Schluchten, traumhafte Ausblicke - einer der schoensten Nationalparks die wir bisher gesehen haben..






Danach ging die lange Reise weiter nach Byron Bay - New South Wales und nach Grenzueberschreitung war es auch prompt 1 Stunde spaeter - Daylight Savings wie die Australier ihre Sommerzeit nennen. Dort waren wir dann 5 Tage, haben Weihnachten gefeiert mit einem 'Aussie Barbecue', schoen am Strand in Flip-Flops und Shorts!
Byron Bay ist ein richtig schoener,ueberschaulicher Kuestenort. Recht alternativ, ruhig,laid back gehts hier zur Sache. Kein Wunder bei den traumhaften Straenden und Wellen...
Der oestlichste Punkt Australiens, Cape Byron lag natuerlich auch auf unserem Plan. Wir wollten aber nicht weiterfahren ohne vorher einen Abstecher zum ca. eine Stunde Inland gelegenen Hippie Ort Nimbin gemacht zu haben. Bunte Haueser, psychedelischer Hippie Strassenjazz und eine Menge "relaxter" Menschen fanden wir dort vor, am Ort wo wohl mehr Gras ueber die Ladentheke geht als in einem Coffe-shop in Amsterdam.


Relaxed, relaxter, Byron Bay





Der Oestlichste Punkt Australiens,
und ihr muesst nichtmal hinfahren
um ihn zu sehen ;-)




Hippie-Bus in Byron Bay







Nimbin-konservative Menschen werden sich dort sehr unwohl fuehlen


Santa Claus mit Boogy Board




Das Australische Pendant
zur Weihnachtsgans, Backpacker Style!




Dann ging es ein ganzes Stueck weiter suedlich nach Coffs Harbour und der weltberuehmten 'Big Banana', wirklich jede Reise wert.. ;-)




Von da aus fuhren wir ein paar Stunden weiter nach Port Maquarie, wo wir eine Nacht in Strandnaehe naechtigten und am naechsten Morgen ins Koala Hospital gegangen sind. Hier werden erkrankte oder verletzte Koalas aufgenommen,aufgepeppelt und wieder in die Natur entlassen..putzig!








Nach dem kurzen Besuch in der durchaus netten Kuestenstatt Port Maquarie ging es weiter zu der von Sydneysidern durchaus geschaetzten Urlaubsregion Port Stephens, wo ein paar Tage zuvor ein Surfer von einem Hai angeknabbert wurde. Dort waren wir allerdings nur fuer einen kurzen Zwischenstopp.





Die Vegetation hat sich im Gegensatz zu Queensland ganz schoen geandert. Die Waelder aehnelnvom Aussehen sehr den unseren, die Straende werden etwas felsiger, aber nicht weniger schoen und das Klima wird milder, gemaessigter. Ist aber ja auch klar nach ca. keine Ahnung...3000km gefahrenen Kilometern in eine Richtung ;-)
Tja und dann waren wir ploetzlich in Sydney! Ja, richtig! Harbour Bridge, Opera House.. wie schnell das ging, trotz der langen Zeit die wir unterwegs waren. Jetzt sind wir hier.
Silvester ging es in einer Gruppe von 8 Leuten die wir kennengelernt haben in den Royal Botanical Garden... um 10 Uhr morgens - richtig! 14 Stunden warten. Aber es war alles derart gut organsiert, wie eine Art Festival und somit hatte man genug zu tun um sich die Zeit zu vertreiben. Mit ungehindertem Blick auf die Harbour Bridge und das Opera House warteten wir also auf den Countdown...
und was fuer ein Feuerwerk es war!!! Niemals zuvor habe ich so ein Feuerwerk gesehen..!! Es war atemberaubend, ganz zu schweigen von ausgelassenen Stimmung der insgesamt 1,5 Mio Menschen rund um den Harbour. Ein unvergessliches Silvester, definitiv!











Wim und Jos, 2 Hollaender
die wir in Brisbane kennen gelernt
und zwischen 25.000 Menschen
Silvester wiedergetroffen haben.


Sydney bei Daemmerung/Nacht






Ja, dieser Beitrag ist leider etwas komprimiert, natuerlich sind uns unterwegs noch 10000 andere Dinge wiederfahren, aber wir muessen uns etwas ranhalten. Schliesslich fahren wir heute in die Blue Mountains!

Ihr werdet wieder regelmaessiger von uns hoeren,das ist versprochen!!
Danke auch nochmal fuer alle Glueckwuensche, Gruesse aus der Heimat! Freuen uns natuerlich immer wieder ueber eure Kommentare!

Machts gut, bis bald,
der Daniel Lutz