G'day new life 2.0
Ein froehliches Hallo an alle Blog Leser die uns trotz unregelmaessiger updates treu geblieben sind.
Das letzte update ist mal wieder so lange her, dass es mir schwer faellt ueberhaupt zu rekonstruieren was wir so alles gemacht haben seid wir Sydney verlassen haben. In der Zwischenzeit ist mal wieder so viel passiert das ich das Gefuel habe man haette sich in der seid dem letzten Beitrag warscheinlich ohne Probleme einen Bart oder Wahlweise lange Haare wachsen lassen, in eine andere Stadt ziehen und ein neues leben anfangen koennen. Ersteres haben wir mal gelassen, dafuer sind wir aber von Sydney nach Melbourne gefahren und haben uns unterwegs einiges angeschaut. Ich versuche mal fuer euch, und auch als kleine Errinerungshilfe fuer mich den Status quo zu beschreiben...
...damals in Sydney, da lebten wir also mit Robyn, dieser netten Frau aus Neuseeland zusammen, in einem kleinen Appartment. Wir, das waren Daniel, Ich und Tatjana, die zwischenzeitlich dazu gekommen war, und der gute alte Bob.
Nein Halt, der gute alte Bob war nicht dabei,
ich kenne nichtmal einen guten alten Bob...
Die glueckliche kleine Familie kurz vor der Abreise
Naja jedenfalls feierten wir Sylvester in den Royal Botanical Gardens, mit Blick auf Harbour Bridge und Opera House. Ein Traum!! Da bei uns dudes langsam das Geld knapp wurde wollten wir gleich nach Sylvester anfangen in Sydney zu arbeiten. Gesagt, aber nicht getan, denn nach tagelanger Internetrecherche und zahlreichen Telefonaten die keine Fruechte trugen, hatten wir die Nase gestrichen voll und entschieden uns RichtungMelbourne weiterzufahren, wo wir sowieso etwas laenger bleiben wollten. Sachen gepackt, dem Auto Starthilfe geben lassen und zu viert zu unserem ersten Ziel, den Blue Mountains, der Aussicht wegen. Dort war es ungefahr 20 Grad kaelter als im ca 200 Km entfernten Sydney und wir waren in einem Skihuetten aehnlichen Hostel untergebracht. Wir nutzten die Zeit um schnell ein paar atemberaubende Ausblicke einzufangen und ein bisschen die walking tracks plattzulaufen.

3 Sisters werden diese Steine genannt.
Warum nicht brothers?
2 Tage spaeter fuhren wir dann weiter nach Canberra, um festzustellen das in der australischen Hauptstadt ungefaehr so viel los ist wie.. wie .. naja halt nix los ist. Um 5 Uhr werden da scheinbar laut Regierungsverordnung die Buergersteige hochgeklappt damit die Politiker ruhig schlafen koennen oder so. Jedenfalls hatten wir schnell keine Lust mehr auf diese Nasenbohrer und sind nach einem Abstecher zum Parlamentsgebaeude dann auch schnell weitergefahren, nach Lakes Entrance.
Anm. der Redaktion: Canberra hat in der Tat nichts von Hauptstadt, wenn es die Action angeht. Dafuer ist die ganze Stadt auf das Parlamentsgebauede ausgerichtet was sich auf einem sehr hohen, errichteten Huegel befindet. Majestaetisch so zusagen.. 
Hier wird Politik gemacht,
das koennen die Australier sogar ziemlich gut.
Lakes Entrance ist so ein Ort wo hauptsaechlich Australier Urlaub machen, und wir waren ausgerechnet zur Ferienzeit uns high Season dort, und haben ein vermoegen fuer ein Stueck Rasen zum Zelten bezahlt. So unheimlich gelohnt hat sich das nicht unbedingt, denn nebem einem Strand mit Gruenem Wasser der ein bisschen an die Nordsee im Spaetherbst errinerte gab es dort eigentlich kaum was zu sehen.
Anm. der Redaktion a.ka. Daniel: Es war wirklich schoen dort! Keine Palmenstraende, aber die Landschaft hatte sehr was von der coolen Ostseekueste zuhause,so! ;-) Ganz zu schweigen davon waren wir einen halben Tag da! So! 

Tatjana hatte bis dahin ja noch keine Kaenguruhs gesehen, und da es im bekannten Wilson Promotory Nationalpark eine Menge davon gibt, sind wir vier unter anderem deswegen noch dort vorbei gefahren. Man muss dazu sagen das es in New South Wales und Victoria neben ungefaher einer Milliarde Fliegen pro Einwohner neben den Grossstaedten echt ein paar grossartige Ecken gibt, und dieser Nationalpark war echt mal wieder ein Schmankerl! Wir haben dort den besten Sonnenuntergang ever miterleben duerfen und mussten die ganze Zeit mit 20 Km/h durch die Gegend fahren weil es dort nur so wimmelt von Koalas Wombats Kaengaeruhs und anderen knuffigen Tierchen die man lieber nicht Tot fahren moechte. Das Menue wurde abgerundet durch einen Tag am Strand, gemuetlich im Nachhall, und der Vorfreude auf Melbourne die sich als begruendet herausstellte.
Fliegen koennen in grosser Zahl wirklich aetzend sein.
Davon gibt es in Vic und Nsw leider eine ganze Menge.


Wilson Promotory, schnell fahren: grosses No No





Melbourne ist laessiger als Sydney, weniger touristisch und weitlaufiger, noch dazu viel alternativer. Uns hat es jedenfalls auf Anhieb gut gefallen, und nachdem wir Caro bei ihrer Gastfamilie abgesetzt haben wo sie zur Zeit wohnt, haben wir uns erstmal ein paar Tage auf einem Campingplatz einquartiert, mal wieder Arbeit gesucht, sehr viel Stress gehabt, nichts gefunden und anschliessend, um mal wieder runterzukommen einen Trip nach Phillip Island gemacht wo kleine Pinguine leben. Aus irgendwelchen Gruenden hat die Evolution diesen Pinguinen auferlegt, den Tag im Wasser zu verbringen und sich bei Einbruch der Dunkelheit in kleinen Grueppchen am Strand zu treffen. Wenn die Grueppchen das Gefuehl haben gross genug zu sein rennen die wirklich sehr sehr kleinen Pinguine (die weltweit kleinste Art!) dann wie vom wilden Affen gebissen den Strand hoch um in ihre kleinen Hoehlen zurueckzukehren und ihre Kueken zu fuettern, die an Land gebliebenen Pinguine wiederzutreffen oder einfach mal ein bisschen zu relaxen. Das ganze Spektakel wird Nacht fuer Nacht von Tausendschaften begeisterter Touris verfolgt, die wie beim Footballspiel mit Snacks auf ner Tribuene sitzen und dieses Ereignis Konsumieren, weshalb Fotoapparate und Kameras den Pinguinen zuliebe verboten waren. Cool war es trotzdem, und garantiert eine nette Erfahrung.

Zurueck in Melbourne ging es dann getruebtem Gemuetes wieder auf schnoede Job- und auch Appartmentsuche, die dann letzendlich doch noch von Erfolg gekroent war. Wir wohnen jetzt alle 3 in St. Kilda, einem ziemlich coolen, sehr beliebten Bade-/Clubmekka nahe der City und arbeiten auf dem Bau. Ja genau, auf dem Bau :-) Daniel und ich reissen Waende ein, Badewannen raus, Tueren ab und machen anderen Kram fuer den man zuhause ueblicherweise spaetestens am naechsten Mittag entweder die Quittung oder schlechte Laune kriegt, wenn der Vollsuff in der eigenen Wohnung stattgefunden hat. Tatjana hingegen arbeitet in der Wandoberflaechenabteilung, mit spezialisierung auf entfernung und verwertung von Wandbedeckung verschiedener Art. 15 shiny Dollars kriegen wir dafuer pro Stunde bar auf die Kralle, und so kann man auch die Blasen und Gelenkschmerzen verknutsen die so ein 10 Stunden Tag mit sich bringt. Wir sind jedenfalls froh endlich irgendwo angekommen zu sein wo wir auch mal eine Weile bleiben und ein normales Leben fueren koennen, wenigstens fuer eine Weile. Gestern waren wir dann noch Zeuge des sehr patriotischen Australia Days, mit Militaer und Volksgruppen Parade, Kampfjets am Himmel und jeder Menge Bohei. Irgendwie war es toll dabei zu sein, denn so ein kleines bisschen dazugehoerig fuehlt man sich hier selbst als Backpacker.
Flinders Street Station
Brighton Beach mit seinen typischen, 15.000$ Beachhuts


Australia Day mit Parade an der Flinders Station

St. Kilda, hier wohnen wir zur Zeit
Fuer diese Baeckereien ist St. Kilda beruechtigt



Danke an Alle die sich die Muehe gemacht haben diesen langen Beitrag bis zum Ende zu lesen, und wir werden versuchen jetzt mal wieder oefter zu schreiben, auch wenn ich es nicht versprechen moechte. Gruesse an alle Blogleser und -leserinnen. Fuehlt euch von uns gedrueckt oder je nachdem auch maennlich auf den Ruecken geklopft. Cherioo aus Melbourne und im Zuge des Australia Days ein lautes
Aussie,Aussie,Aussie, Oi! Oi! Oi!
Marco

































