Montag, 2. März 2009

DER ENDSPURT!!! Kambodscha - Bangkok - Bali und good bye ma friend!!!

Hey ho.. meine Lieben!

Und einen schoenen Gruss von Bali! Jawohl, WIR SIND AUF BALI, in dem tropischen Urlaubsparadies schlecht hin. Und auch unsere letzte Station im Suedostasiatischen Billig-Urlaubsparadies :)
Also nachdem wir Kambodscha durchreist haben, sind wir nochmal zurueck nach Bangkok fuer ein paar Tage und haben von dort den Flieger hier runter genommen. Soweit so gut ;)

So so.... aber zu berichten hab ich erstmal ueber Kambodscha! Geschlagene 8 Tage haben wir dort verbracht mit 3 Zwischenstationen.
Aber um erstmal einen geschichtlichen Eindruck zu erlangen was so in Kambodscha abging, geb ich euch mal, kurz und knapp, ein paar Fakten ueber Kambodscha.
- eines der meist zugeminten Gebiete der Erde.
- grauen Regime Khmer Rouge (1975-79), toete ca. 1,5Millionen Kambodchaner (ca. ein Viertel der Gesamtbevoelkerung), hauptsaechlich Studierte, Gelehrte oder einfach nur Leute die wissen wie man z.B. Reisanbauen kann... sprich jeder der etwas schlauer als ungebildet war, Leute mit Brille, Babys und und und... Ziel war es ein Bauernvolk zu schaffen das nicht ueber Politik nachdenkt und nur hart arbeitet.
- nach Sturz des Regimes durch die Vietnamesen, Buergerkrieg bis 1991 ...
so das sind so die 3 wichtigsten Fakten denk ich mal.
Als erstes PhnomPenh, die Hauptstadt (Die unter Khmer Rouge in ca. 24 Stunden nahe zu entvoelkert wurde)
In PhnomPenh haben wir uns auch direkt mal mit der Geschichte auseinander gesetzt.
Denn in der Stadt, ca 3Blocks von uns entfernt war eines der Konzentrationslager des Regimes, wo Leute gefoltert wurden, um sie Regime gehoerig zu machen, meist sind sie aber dann auf den Killing Fields von Choeung Ek (die wir uns auch noch anschauten) ermordet worden. Das Lager, S-21, ist eine umgebaute Schule und es war einfach entsetzlich und niederschmetternd zu sehen was dort noch vor kurzem passiert ist.
Geschockt von alldem schrecken, waren wir froh das diese Stadt heut zu Tage auch ein paar wunderschoene Ecken zu bieten hat, die wir uns dann auch gern angeschaut hatten ;)


Der Innenhof des S-21



Die Killing Fields


ueber 17000 Menschen wurden dort ermordet

Nach ein paar aufregenden Tagen ging es dann weiter nach Battambang, ein kleines verschlafenes Nest. Dort hatten wir auch dirket einen Herrn Tuy Chenda getroffen, der auserordentlich gut Englisch konnte( nachher stellte sich heraus, dass er fuer die UN unter anderem als Uebersetzer arbeitete). Er bot sich gleich als Tourguide an, welches wir auch nach ordentlichem ueberlegen angenommen hatten.
So hatten wir einen 1 Tagesausflug auf Mopeds in der Umgebung von Battambang, incl. Tempelbesichtigung, Bauernhof besuch und jeder Menge infos ueber Region, Leute und Geschichte.


hier wird noch an einem strang gezogen


da ist der Marco aber beeindruckt


Die Himmelstreppen...


aus dem Paradies heraus


das die Tempel auch immer auf nem Berg sein muessen ;)


da quatscht er und quatscht er :)

Auf die unglaublich beeindruckenden Tempels Kambodschas eingestimmt, waren wir nun auch richtig gespannt auf das Highlight bautechnischem Geschicks Kambodschas, fuer mich auch ganz Suedostasiens, die Tempel von ANGKOR!!!


Bayon, einer der zich Tempel Angkors

Angkor, Zentrum des Khmer Koenigreichs vom 8. bis 13. Jahrhundert. Ueber eine Million Menschen lebten z.T in dem Koenigreich, zu einer Zeit wo London gerade mal 50.000 Einwohner hatte. Die Tempel sind eine weitlauefige Anlage, die man nicht mal ebend per Fuss erkundet, also haben wir uns fuer einen Tag ein Tuk Tuk gemietet und uns schoen durch die gegend fahren lassen. Frueh, sogar sehr frueh ging es los, kurz vor fuenf holte uns der gute am Hotel ab, so dass wir den Sonnenaufgang am Tempel bestaunen konnten;)


Sonnenaufgang beim Angkor Wat


kleine Verkaufstalente .... Say the capitol of Madagasar or you have to buy!?.... einfach klasse die kleinen :)


beeindruckend, oder nicht!?!?





sieht aus wie im alten Griechenland.... ist es aber nicht ;)


ihr koennt euch garnicht vorstellen wie anstrengend das war, da hoch zu kommen!!!


da nagt der Zahn der Zeit am Mauerwerk


Ne Mauer??? ... ist dem Baum doch egal :)


Tomb Raider in Aktion


uuuppps! Bild nicht gedreht....^^


alles war ueberall voll mit kleinen Bildchen wie diesen... welch eine Arbeit..^^


Unser "Freshi" und sein Tuk Tuk

Doch hatten wir noch nicht genug von Kambodscha, und haben so unseren Tuk Tuk Fahrer (der uebringens "Fresh" hiess) gefragt, ob er weiss wo man schiessen gehen kann... wusste er natuerlich und hat uns auch gleich am naechsten Tag mit freude in die oertliche Kaserne gefahren. Wo wir dann jeweils ein Magazin durch die gute alte AK47 geballert haben, und mit anderen schweren Waffen rum gepost haben... herrlich :)


Ich am Abzug :)


So sieht das aus wenn ein Uchmann schiesst.. .nichts verlernt ;)


Ein Mann, Ein Gewehr!!!... seine Schiessleistung wurde zensiert ;)


Rambo laesst gruessen!!!


hmmm.. oder doch besser die AK zu den Flip Flop's :)

Dann ging es auch schon in die Stadt der Engel, Bangkok, wieder mal, und diesmal war alles besser. Wir hatten richtig spass an Bangkok, kannten uns aus, wussten bescheid und haben ordentlich einen drauf gemacht :)


Chinatown, ein pures gewirr aus engen Gassen und Millionen von Laeden


ohhh den Tempel hatten wir vorher noch garnicht gesehen, der war mal huebsch :)


"Bossy Club" in Bangkok...


.... da geht was...^^

Und so sind wir dann, nach einer Nacht am Bangkoker Flughafen ( schon wieder am Flughafen gepennt :( ) auf nach Bali um hier meinen 25. Geburtstag zu feiern. Bali hat ganz klar 2 Gesichter, Kuta (der Ort wo wir leben) und der rest der Insel :) Also in Kuta kann man nur surfen und feiern, das Meer ist dreckig, der Strand uebervoelkert und voll von Surfboards.
Aber der Rest Bali's ist ein Traum. Wir haben uns naemlich fuer 2 Tage einen Jepp ausgeliehen und sind mit' m Christian (ein alter freund aus Emerald) quer ueber die Insel gefahren, haben uns die malerischen Berge mit den Reisfeldern angschaut und die beruehmten Balinesischen Tempel.


Bali's Reisberge


die Mutter aller Tempel auf Bali :)


liegt am Fusse eines 3100m hohen Vulkans





einfach ein Traum dieses Bali


...oder nicht???



ganz im Gegensatz zu Kuta Beach :)


im Monkey Forest... ich wurd sogar mal kurz gelaust... sehr cool die kleinen


wir in klassischer Tempelkleidung, Pflicht auf Bali!!!


Tja und so ist unser letzter gemeinsamer Abend auch schon vorbei, nach grob 300Tagen zusammen Reisen, Leben und Leiden trennen sich die Dudes...
Marco fliegt heute zurueck nach Bangkok um noch die letzte Zeit bevor er ende Maerz wieder Heim macht, in Thailand zu verbringen.
Meine wenigkeit bleibt noch auf Bali bis Freitag und fliegt dann zurueck nach Australien fuer 2Monate, JUHU AUSTRALIEN!!!! Wo ich erstmal wieder in Emerald auf ner Farm schufften werde um mal wieder ein paar Dollars in der Tasche zu haben.
Also es war eine super Zeit die wir hatten und ich vermiss meinen Jung schon jetzt, aber man sieht sich ja bald wieder im guten alten kalten Deutschland.

So so... meine Lieben, kommentiert fleissig weiter, der Blog bleibt natuerlich am Leben, und wir melden uns weiterhin mit unseren "tollen" Reiseberichten.


traurig aber wahr, die Kapitaene segeln von nun an verschiedene Wege durch die Welt

Viele Gruesse und vielen Dank fuer die lieben Geburtstagsgruesse

Basti

Mittwoch, 25. Februar 2009

Sozialismus, Hoehlenforschung und Geschichtsunterricht- Vietnam

Holladrioeh y'all !
Wie die Ueberschrift schon vermuten laesst haben wir ein weiteres Land hinter uns. Vietnam!
Obwohl die genannten 3 Dinge nicht die einzigen Dinge sind mit denen wir in Vietnam in beruehrung kamen, muss man sagen das wir definitiv auch ein bisschen mehr Zeit dort haetten verbringen koennen/sollen.
Um Kambodscha nicht zu vernachlaessigen haben wir uns aber etwas beeilt, und sind von Laos aus im Norden direkt nach Hanoi, zur Kueste rueber, und mit ein paar Stops Schnurstracks nach Saigon ganz im Sueden Vietnams.
Dann ging es auch schon nach Kambodscha, wo wir uns im Moment befinden, aber dazu dann in ein paar Tagen.

Angefangen haben wir unsere "Vietnam Erfahrung" etwas misstrauisch, da schon die Einheimischen in Laos, dem um es nochmal zu betonen aermsten Land Suedostasiens, Dinge gesagt haben wie: "Vietnam? Was wollt ihr denn da? Die klauen einem doch die Schuhe von der Haustuer weg".
Wir waren also auf eine gehoerige Portion Gaunertum gefasst, und Zack, kurz hinter der Grenze ging es auch schon los.
Wir hatten einen eher unkoventionellen Grenzuebergang gewaehlt, und sahen uns mit einer handvoll anderen Leuten nach ein paar Schritten auf vietnamesischem Boden mit einem gierigen Busfahrer konfrontiert, der, natuerlich nur von uns touris, 30 US$ die Nase wollte nur um uns die Strecke nach Hanoi zu fahren. (Normalerweise kostet so eine Busfahrt hier ca. 4-5 Dollar). Wiederwillig gaben wir nach, da es scheinbar echt der einzige Bus, und der auch nur alle 2 Tage ueberhaupt im Einsatz war.
Nunja die klapprige Busfahrt war der Horror, dauerte ewig, und wenn ich auch nur noch eine weitere Stunde das an Beklopptheit grenzende Gehupe des Busfahrers auf seiner Hupe Kategorie ''Oeltanker" haette ertragen muessen waehre ich lachend in eine Bambusspiessfalle gesprungen.
Ein kleiner Trost waren zwar die Aussichten auf Reisplantagen und Vietnams wunderschoene Natur die wir zwischendurch hatten aber trotzdem war es schlimm und ich habe mir ne dicke Erkaeltung eingefangen.
Die Fenster waren kaputt und man hatte das Gefuehl man sitzt in einer VW Testanlage fuer Windwiederstand..
Der Rest unseres Trips lief glimpflicher ab, und nachdem ich mich in Hanoi ein wenig von meiner Erkaeltung erholt hatte, ging es direkt an die Kueste nach Halong Bay.
Hanoi war uebrigens recht nett, allerdings war das Gehupe mit dem die Vietnamesen im Strassenverkehr so ziemlich alles ersetzen was man in der Fahrschule lernt manchmal recht stressig, und an den Strassenverkehr auf groesseren Strassen mussten selbst Sebastian und ich als "Suedostasien-Veteranen" uns noch gewoehnen.
Naja, zurueck nach Halong! Halong bedeutet "Drache der runterfliegt und dort dann bleibt" wie uns unser Vietnamesischer Tourguide mit diesen Worten erklaerte.
Tourguide?
Naja nach Halong faehrt man um die unzaehligen Inseln zu sehen die vor der Kueste liegen, und um auf den ruhigen gewaessern Kanu zu fahren usw., und das geht am besten mit ner Tour.
In unserem Fall bedeutete das: 50 Dollar fuer 3 Tage und 2 Naechte in und auf Halong Bay (Eine Nacht auf dem Boot-recht luxurioes) mit Vollverpflegung und Touri Programm.
Senait und Sarah waren auch dabei, 2 Schwedinnen die wir in Laos ge- und in Hanoi wiedergetroffen hatten. War ganz lustig das ganze, und hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Von Halong aus sind wir dann per Schlafbus- in diesem Fall ein klimatisierter Bus voller Betten-die Kueste runter nach "Hoi an" und dann weiter nach Hue gefahren.
Beide Staedte waren ganz nett, jedoch hoechstens aufgrund ihrer Geschichte und besonders in Hue, den huebschen alten Haeuschen und Strassen aussergewoehnlich. Mal abgesehen natuerlich von den spektakulaeren Tempeln, der interessanten Kultur, dem Wetter, den tollen Preisen und den diversen anderen Dingen die Suedostasien so aussergewoehnlich machen und von denen wir bereits berichtet haben :-)
Wir sind jedenfalls dann auch recht schnell weiter nach Saigon, und haben uns dort die Stadt angesehen, inklusive dem alten Regierungsgebaeude der Suedvietnamesischen Regierung, als es sie noch gab.
Die Tour war recht interessant, da das Gebaude immer noch im dem Zustand war in dem es damals nach Sieg der Nordvietnamesen seine Funktion verlor. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen, uns das Tunnelnetzwerk der Vietcong anzuschauen, welches von Kambodscha bis fast nach Saigon reichte, und einem eine gute Idee fuer die gewieftheit der Nordvietnamesischen Armee im Krieg vermittelte.
Es war wirklich ausserordentlich interessant, und man sollte den Hut ziehen vor diesen Menschen, die es Geschafft haben u.a. mit primitiven Mitteln und durch ausgekluegelte, selbst gebuddelte Untergrundsysteme die US Armee in Schach zu halten und letzendlich zum Rueckzug zu bewegen!
Wir durften natuerlich auch einmal durch so einen Tunnel kriechen, und es war definitiv trotz vorheriger Tunnelvergroesserung fuer dicke Touri Hintern ein recht klaustrophobisches Erlebnis! Anschliessend haette man noch mit so ziemlich jeder Waffe rumschiessen koennen die im Vietnamkrieg so eingesetzt wurde, inklusive schwerer Maschinengewehre etc. aber das war uns ein wenig zu teuer und den Muendungsqualm nicht wert. (Spaeter dann doch noch, aber das kommt noch ;-))
Wir haben bei diesen Gelegenheiten natuerlich viel ueber den Krieg gelernt, und auch ein paar interessante Fakten von denen wir euch dann zuhause erzaehlen koennen!
Von Saigon, auch Ho Chi Minh City genannt, haben wir dann einen Bus genommen der uns direkt nach Phnom Penh fuhr, der Hauptstadt Kambodschas!
Das wars dann auch schon wieder fuers erste, und ich koennte euch bestimmt noch mehr ueber Vietnam erzaehlen, jedoch muessen wir morgen um 5 Uhr raus um uns die beruehmten Tempel von Angkor Wath anzuschauen.
Wir melden uns dann aus Bangkok wieder mit dem Kambodscha Bericht!
Bis dahin macht es gut und kommentiert fleissig,

Marco


Reisplantagen-sehr huebsch anzuschauen manchmal.
Arbeiten moechte man dort jedoch nicht denke ich :-)


Lecker schleimigen Aal? Lecker Krebse?
Die Krebse werden u.a. so wie sie sind (also lebendig) zu einer Paste gestampft,
die dann mit Salat konsumiert wird. Das Wiederlichste an dem ich je in meinem Leben gerochen hab!

Mit einer herkoemmlichen EC-Karte
und dem entsprechenden Automaten wird man in
Vietnam schnell zum Dong-Millionaer :-)


Hanoi


Ja, jeder durfte mal Ananas tragen in Hanoi


Natuerlich wollten die netten Damen hinterher ein paar Dongs von uns,
fuers Foto machen mit ihrem Ananas Verkaufsequipment.Und das obwohl es zuerst noch hiess "make picture! no pay money, no pay money" :-)



auf Halong Bay
mit (v.L.) Sarah und Senait


Halong Halong


Sind das noch Stalaktiten?
Man weiss es nicht, aber es war auf jedenfall abgefahren.
(Hoehle auf Halong Bay)


Halong


Ein Bewohner von Monkey Island-Halong



Monkey Island Strand-Halong


Es gibt viele seltsame Fruechte in Suedostasien!
Die meisten schmecken unsagbar gut, und manche eignen sich sogar fuer sowas hier :-)




Halong



Hoi An- Tagestrip mit Motorbike Chauffeur
Einer der Orte zu denen wir gefahren wurden



Hier nochmal in/um Hoi an-Motorbike Trip.
Helmpflicht gibts auch in Vietnam!


Das alte Regierungsgebaeude der Suedvietnamesischen Regierung in Saigon.
Von Franzosen errichtet, zerstoert worden, wieder aufgebaut worden, zerbombt worden,
restauriert worden, und nun offen fuer Besucher und Touristen.


Ein Chinesischer Panzer vorm Regierungsgebaeude. Mit diesem Typ wurde damals Das Gelaende beim Fall von Saigon gestuermt. Der Echte steht in Hanoi im Militaermuseum.




Einen US-Kampfjet haben sie auch dort hingestellt.


Ein Zugang zum Vietcong Tunnelsystem-
Passt ein Europaer da durch?


Ja tut er! In diesem Falle Sebastian. :-)


Ein alter US Panzer-durch Nordvietnamesische Minen zerstoert.


Diverse Fallen des Vietcong. Sehr grausam und sehr gewieft!


Hier gehts in die Tunnel-in diesem Falle wurden sie etwas fuer Touristen vergroessert.
Die original Tunnel waren 40X60 Zentimeter gross. Da wuerde unsereins wohl fast ueberhaupt
nicht durchpassen.